Montag, Januar 30, 2012

jeder lebt, wie er glaubt

Dienstag, Januar 03, 2012

schön formuliert

Er hatte über Jahre bestens von und mit der "Bild"-Zeitung gelebt. Selbst kritische und fragwürdige Situationen hat das Blatt für Wulff liebevoll-kitschig verkleistert. Und jetzt die Wende in die mediale Vernichtung. So ist es eben: Wer mit dem Teufel isst, muss einen langen Löffel haben. Wulffs war irgendwann zu kurz.

Freitag, Dezember 16, 2011

Advent

Advent, Advent, kein Lichtlein brennt. Jedenfalls nicht bei mir, da ich kein gebürtiger Erzgebirgler bin und auch keine Schwibbogen habe. Schade eigentlich, also, dass ich kein Schibbogen habe. Was hab' ich noch nicht? Keine Plätzchen, keine Geschenke, keinen Adventskranz und keine Adventsbesinnung. Advent, Advent, kein Lichtlein brennt, jedenfalls noch nicht, denn ich bin mir nicht ganz sicher, was ich mit dem Advent anfangen soll.
Vorneweg ein Beispiel: Unsere Wenigkeiten stehen am Bahnhof und freuen uns auf die von der Dienstreise zurückkommende/n Partner/in etc.. Dieses Warten auf ein Wiedersehen nennt man in christlicher Tradition Advent. Das Problem dabei ist, der Moment auf den wir uns freuen ist schon längst eingetroffen, da das Mädchen/ der Junge schon zu Hause auf dem Sofa sitzt und Topmodels o. Sportschau schaut = Weihnachten (da diese Sendungen unterschiedliche Sendezeiten haben, ist es natürlich auch möglich beide Sendungen zu verfolgen, nur damit hier keine Schubladen geschlossen werden, versteht sich!) Was heißt das konkret, also die Problemtatik mit der Vorfreude?
Der heutige Advent ist eine Zeit des Wartens auf die Ankunft (obwohl Advent schon Ankunft heißt) eines Ereignisses was schon längst passiert ist. Die Geburt Jesus von Nazareth, ein Buam/in wie du und ich. Warum sollten wir uns auf ein vergangene Geburt vorfreuen? D.h. so viel wie: Warum freuen wir uns auf unseren eigenen Geburtstag? Damit wir den Moment feiern, an dem wir glitschig mit Nabelschnur und Mutters Kuchen ohne Kerzen - man ist ja erst 9 Monate alt - aus dem Frauenleib gepresst wurden? Bei der Vorstellung vergeht mir eher der Kuchen. Nein, wir feiern natürlich nicht (nur) den Moment, sondern, wie sollte es anders sein, unsere ganzes Leben, unsere letzten 3, 26, oder 87 Jahre die wir Leben durften. Yipeah! Yeah! Als Jesus geboren wurde, lag auf ihm eine Verheißung, die sich erst noch im Verlauf zeigen sollte. Advent erwarten wir daher das ganze Leben und Kommen Jesu. Vom Nazarener hin zum Christus. Von der Geburt über die Himmelfahrt, hin zur Eingebung des Heiligen Geistes an uns alle.
Doch auf was warten wir da? Wer ist der immer dagewesen Gott, der kurzlebige Jesus und der nebulöse heilige Geist? Tja, dumm solche Fragen zu stellen. Sie sind entweder einfach, wissenschaftlich oder gar nicht zu beantworten. Ich beschränke mich auf einfach - auf meine persönliche Intention, gespeist von einer Brise Verstand und Unvernunft.
Schauen wir in die spezielle(n) Geschichte(n), die Bibel. Dort begegnet uns Gott als Schöpfer des Ganzen, schwebend über der Welt, also auch über unserem Geiste, Jesus Christus als Prototyp des Heiligen Geistes und der Heilige Geist dann selbst, der, wie der Name schon sagt, herrausgerufen ist und über all unsere anderen Geister herrscht und schwebt - Gottes Geist. Klingt komplizert, ist es leider auch, so wie die Bibel "itself". Das soll uns aber nicht davon abhalten sie aufzuklappen. Nehmen wir an, sie wär ein Schwamm voll mit lekkeren Getränken (Wein, Rum, Amaretto, Nelke, Orange, Zimt = na?) und langsam fangen wir an das alte Buch mit Verstand auszudrücken, nicht das uns die ganze Brühe ins Gesicht läuft, sondern so ganz lekker Schluck um Schluck.
Was sind nun die Eigenschaften dieses Glühweins der uns im Advent begegnen will? Schauen wir in den ersten Teil die Bibel haben wir z.B. zwei Themen: Geographie (Gen1,28; Was tun mit der Schöpfung?) und Gesellschaft (Deut 3,18; Welche Verantwortung habe ich?), im zweiten Teil dann das Thema Sünde (Kol 2,14; Welche Schuld muss in meinem Leben ans Licht?) & Leben/ Tod (1.Joh 5,11; An was und an welchen Gott glaube ich?). Das sind nur wenige Schlücke von einer sprudelnden Quelle. Diese oder andere Gedanken in unsere Herzen zu bewegen und dort ankommen zu lassen, dass wird hoffentlich eine Intention dieses Advents werden.

Freitag, Dezember 02, 2011

Theodizee ist keine Fee

Es ist schon eine geraume Zeit her als Wir - ein ominöser Zirkel von Pseudotheologen und Möchtegernchristen, manche nennen es auch Hauskreis - auf die Frage kamen: Warum läßt Gott Leid zu? Meist kommt einem die Frage beim lesen des ersten Testaments, in unserem Fall Joel. Lang hat mich diese Frage beschäftigt und ich hab seitdem wohl auch nicht mehr so intensiv Bibel gelesen und wenn, dann wohl eher die langweiligeren Parts (Levitikus), aber die Antwort, die mich bei diesem sonntäglichen Gespräch ereilte, beruhigte und tröstete mich.
Wie ist das nun, wenn man am Strand steht, das Wasser entschwindet, Fische platschen über den ehemals Meeresgrund und du bist nicht zuhause sondern im Urlaub auf den Malediven und hast keine Ahnung für was das bitte schön die Vorzeichen sein könnten. Ein paar Minuten später wirst du es bitterlich erfahren.
Vorstellen konnte ich mir, als ich am Strand stand, dies Naturereignis nie. Wasser weg, Wasser da, nur tausend mal mehr als vorher. Klar, physikalisch ist das Schauspiel berechenbar und logisch, wenn nicht sogar fazinierend. Aber für mich als kleinen Menschentheologen am Strand, in Shorts, wohlmöglich noch mit meinen nicht vorhandenen Kindern? Unvorstellbar!
Vielleicht müssen wir deshalb die emotionale Welt kurz hinter uns lassen und bei den Naturgesetzen bleiben. Sie sind höchst konvetionell, berechenbar, mit unserem Verstand nachvollziehbar! Diese Naturgesetze sind da! Sie kamen irgendwo her und gehen irgendwohin, betreffen tun sie uns aber unmittelbar. Ohne Sie, kein Tsunami, ohne Sie aber auch kein Strandurlaub, Plastikschaufel und Leben. Also: Sie sind gewollt, weil sie da sind, weil sie greifbar sind, sie kommen von einem Ort, der all unsere gedanklichen Anstrenung übersteigt und gehen irgendwohin, einem Ort, den man sowohl nicht als Strandurlaub oder Tsunami vergleich kann. Wir bezeichnen heute daher ausnahmweise mal alle Dinge, die höher als unser Verstand sind, mit Gott. Naturgesetze kommen von Gott, sie gehen zu Gott und sie exestieren im Moment in Gott. Also Gott will und ist Strandurlaub, Plastikschaufel und Sie, Du oder Ich - aber auch, und jetzt kommt das Unschöne, Gott ist und will auch den Tsunami.
Eine Tatsache die sich beim ersten mal lesen sehr bitter anhört, beim zweiten und dritten mal übringens auch. Es ist so bitter, dass sich Mensch darüber durch die ganze Geschichte geäußert haben. Ich hab jetzt nur biblische Befunde vorliegen, aber mit höchster Wahrscheinlichkeit fragt sich gerade irgendwo, irgendjemand auf der Welt: Scheiße, warum läßt Gott die Scheiße zu, Scheiße!? Auch die jüdischen Rapper der Psalmen - nein nicht Matisyahu - stellten sich die Frage: "Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?" (Bibel/ Pslamen/ Kapitel 13 Vers 2). Auch der vom super bitteren Leid geplagte - er verlor alles, wirklich alles, Familie weg! Einfamilienhaus mit Doppelgarage inkl. Autos, weg! Aktien im Keller und dann vielleicht noch Krebs im letzten Stadium - Hiob, er verzweifelte an Gott und vor lauter Bitterkeit blieb ihm nur Ironie: "O hätte ich einen, der mich anhört - hier meine Unterschrift; der Allmächtige antwortet mir" (Bibel/ Hiob/ Kapitel 31/ Vers 35)
Das "Beste" aber zum Schluss. Für mich immer Eins der deutlichsten und tiefgehensten Beispiele: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Bibel/ Markus/ Kapitel 15/ Vers 34) Selbst Jesus Christus bzw. Gott verzweifelt an sich selbst. Als er zu Tode gefoltert wurde schrie er diese Worte aus! Gott von Gott verlassen?
In dem Moment, wenn dich die Tsunamiwelle zetrümmert, dich an irgendeinen Felsen zerreibt, du nichts mehr sagen kannst, nichts mehr denken kannst, wenn du nichts mehr bist, dann hat dich Gott verlassen! Das ist eine bittere Tatsache, darüber kann man Trauern, dass ist Gut und dennoch verbittern, das ist schlecht!
Tja, was bringt MIR das ganze, könnte man als gutbürgerlicher Egozentriker wie ICH sagen. Urlaub futsch, Familie futsch, Leben futsch, war das jetzt Schicksal? Zum Glück haben wir eine Frage noch nicht geklärt: Warum Gott von Gott verlassen wurde?! Wenn Gott nun von Gott verlassen wurde - ich wiederhole mich: in dem er erbärmlichst gefoltert wurde - - übringens: man sollte die Bibel mit einen fsk18 Jahre Siegel versehen - - - dann hat er so etwas wie einen Tsunami am eigenen Leib erlebt. Seine Haut wurde zerrieben, seine Knochen gebrochen und sein Leben genommen. Andererseits hat er die ganze Sache überlebt sonst wäre er ja nicht Gott. Also kann man sagen: In dem Moment wo Dich die Tsunamiwelle trifft, dich zerschmettert, in diesem Moment bis du von Gott verlassen wie man nur verlassen sein kann, auf der anderen Seite ist Gott in diesem Moment direkt bei dir, er kennt deinen Schmerz, er kennt deine Wunden, er kennt deinen Tod. Dadurch, dass Gott das Ganze selbst durchlebt hat, kann er dich in diesem Moment - und kein anderer kann das wohl, wenn einem Millionen von Liter Wasser begraben - mitleiden, trösten und ein Leben nach dem Tod ermöglichen! Für manche lebensliebene Menschen wie mich, nicht befriedigend, aber gibt es eine bessere Alternative?



Montag, Oktober 31, 2011

Was Luther von Halloween lernen kann und Gott schon längst wußte,

Die letzten Tage habe ich bestürzt feststellen müssen, wie sich keiner meiner ecclesiophoben Freunde über die wachsende Bedeutung von Halloween in Deutschland freute. Naja, ist auch eine dumme Beobachtung, denn sie sind nicht die Nutznießer dieses althergebrachten Festes. Stattdessen muss ich mir über ev. christliche Blogs und ev. Zeitschrift sagen lassen, wie schwindlig Halloween auf den Vormarsch ist und wie gravierend der „Martin - Luther - Gedächtnis - Schwund“ ist. Ja, sogar Gegenveranstalltungen und Bonbons haben sich gebildet, die aber ausserhalb der ev. Kirche wenig ernst genommen werden. Ein richtiges einseitiges Sebelrasseln. Mr. Halloween läßt sich davon nicht beeindrucken und steckt sich den Degen lieber selbstbewußt in den Kürbiskopf – das trägt man auf Halloweenparties heute so. Denn: Reformationsbrötchen stapeln sich beim Bäcker, Kürbisse hängen in jedem Schaufenster. Wer hier der Sieger ist, steht nicht erst seit ein paar Jahren fest.
Doch was hat die Reformation falsch gemacht? Warum will keiner mehr „sola scriptura“ und die „wormser Vernunft“? Was ist passiert in den fast 500 Jahren Reformationsgeschichte? Vielleicht ist sie seit ein paar Jahren keine Reformation mehr. Hart und aus dem Bauch gesprochen, gleicht sie eher einer Stagnation. Die Reformation ist fast tot. Doch allein die Schuld bei der Kirche und „1517 Reformation“ zu suchen wäre falsch. M.E. handelt es sich hier um ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wir sind entweder satt oder überfordert vom Vernunftsstreben, einfach überfressen an einer kalten und harten Gesellschaft, die dem Gehirn mehr Vorrang gewährt als dem Herzen. Denn wir wollen Feste, auch wenn sie gruselig sind, es sind unsere Ängste. Wir wollen Herbstfarben – Orange, Rot, Braun, Feste, die an unserem natürlichen Zyklus gekoppelt sind und wir wollen Kürbisuppe, falls sie gut gewürzt ist! :-)
Doch geben wir der Reformation noch eine letzte Chance. Nutzen wir ihre Stärke d.h.: Schalten wir unseren Verstand (Ratio) ein und werfen ein (Über)blick in die Bibel. Wenn wir dort eine grundlegende Eigenschaft Gottes erkennen können, die sich durch die ganze Bibel zieht, dann diese: Gott ist ein Gott der Bewegung. Die Bibel, ein Buch mit "Action und Heros" und das ganz ohne Popcorn, aber mit Alk und ungesäuertem Brot. Gott ist immer in Bewegung. Er ist immer im Prozess. Er ist derjenige, der den Prozess vorran treibt. Er selbst kreiert den Raum/ das Universum und haucht dem Staub Leben ein, führt und hardert mit seinem damals auserwähltem Volk und steigt in einer unglaublichen Geschichte selbst zur Erde herab. Gott ist ein Gott des Prozesses und nicht des Stillstandes!
Ein Prozess innerhalb und ausserhalb der Bibel bedeudet aber nicht, dass etwas ganz Neues ensteht, was wir noch nicht kannten, sondern altes (die Idee der Liebe oder des Fliegens etc.) wird neu belebt. Eine Renaissance. Was heißt das für die Reformation heute? Sie hat die Gefühle, die wunderschönen Herbstfarben im Glauben, die Mystik und die gesellschaftliche Entwicklung verdrängt oder verpasst und Halloween hat dieses Loch gefüllt und ist in diesem Fall der Erde und Gott näher als die Reformation es gerade ist. Doch wie kann die Reformation (Verstand und Bibel) wieder an Bedeutung gewinnen?
In der Mathematik wird Ratio (Vernunft), die die Reformation so lieb hat, als Verhältnis zwischen zwei Faktoren bezeichnet. Zwischen A und B. Im übertragenen Sinn hieße das für die Reformation, Herz und Hirn ins Verhältnis setzen!
Fazit: Die Antwort liegt in der Reformation selbst: Sie muss sich reformieren. „Ekklesia semper reformanda est“, auf Hochdeutsch: „Eine Versammlung muss sich immer reformieren“ hin zur Ratio, zum Verhältnis, zum hoffentlich ausgeglichenem Verhältniss von Herz und Hirn! Als Versammlung kann man übrigens nicht nur die Kirche einsetzen, auch Politik, Wirtschaft und Soziales sind im großen und ganzen eine Art von Versammlung. Der Begriff Kirche ist somit weiter zu fassen und läßt sich nicht auf Institution katholisch und evangelisch beschränken. Herz und Hirn darf, muss und soll überall herrausgerufen werden (ekkaleo → herausrufen; Ekklesia → Die Herausgerufene)!



Donnerstag, Oktober 20, 2011

Indien indeed!

Nachdem es ein paar Anfragen bzgl. Bilder von Indien gab, hab ich mich durchgerungen doch eine Auswahl hochzuladen. Nicht bei Facebook, die haben schon genug Daten von mir. :-) Während der Zusammenstellung ist mit aufgefallen, dass meine Fotoaktivität Richtung Ende des Urlaubs nachgelassen hat. Nun bin ich traurig aber es war einfach zu viel los bei Dingen, die nicht so fotogen sind: Surfen, Durchfall und ich mit Vollbart- obwohl, noch iser nicht ganz ab. :-) Reihenfolge ist leider chronologisch durcheinander!















Ein echter Tiger in echter Wildbahn!!! Yeah!!!















Benjamin!
















Auch in Dubai gedenkt man der Leipziger Seenlandschaft
















Ooty bei Nacht - ein Pupskaff wie Elbi



















katholischer Gottesdienst
















auf 2000m Höhe ist es auch in Indien kühl (17°C)
















Im Nachtbus von Chennai nach Ooty


















meine Enflield 350cc MIT Helm (letzteres kennen die wenigsten Inder)
















Simon,Chillimanjaro und Richy



















Mc Sammy und Mc Susi

















































eine Seltenheit: Lachender Inder auf Foto!






















































hinduistischer Brauch
















angehende Krankenhausmanager/innen, Herr KFC und meine Wenigkeit
















und überall wirst du bekocht, diesmal: super lekker Fisch von Kerala Mutti















Richys Geburtstag!
















Kinderarbeit :-(





















Dreck statt Sonnencreme!





















Again: Royal Enflied 350cc inkl. Ganesh - Schutzsticker auf der Leuchte!





















Mamabilahapuram
































Tiruvallur von unten!





















Tiruvallur von oben! :-)





















Duty Free - Pflicht frei!!!! :-)



































Dubai ist nur schön bei Nacht....und von oben!


Donnerstag, September 01, 2011

Gott hat Heimweh

Unsere Mensa am Park hat einen schönen langen Bartisch mit bequem gepolzterten Hocker, auf den man sich entweder schön im Kreis drehen oder auch zum Essen hinsetzten kann. Und da saß ich nun mit meinen vier Germknödeln in Blaubeersoße nebst ausgespuckten Kaugummi und beobachtete die Studentennmassen. Dabei fiel mir ein "Südvorstadt - Alternativo - Junge" mit T -Shirt ins Auge, nein diesmal nicht nackend, auf dem war zu lesen: "Gott hat Heimweh nach Nutten". Mh, dachte ich, bestimmt ein kämpferischer "ohne Gott", der nicht damit klar kommt, dass immer noch Freaks über den Planten rennen, die trotz Kreuzzug, 9/11 und Tsunamis an Gott glauben und nun spiegelt sich sein innerer Frust im öffentlichen tragen dieses niveaulosen T-Shirts wieder. Abgeharckt!
Aber kann ich das so sagen? Kann ich diesem nett aussehenden jungen Mann ins Gehirn schauen und seine wahren Beweggründe erkennen? Wohl nicht! Ich widmete mich wieder meiner Blaubeersoße, damit sie nicht meine neue Hose besudelte...
Aufeinmal fiel es mir wie zu viel Schnitzel vom Teller: Heureka, Gott hat definitiv Heimweh nach Nutten, oder sagen wir es politisch korrekter: Hin zu Prostituierten. Da waren doch so bekannte undbequeme Gedanken und Sätze: Gott sucht das verlorene Schaf [Lk 15,4-6] bzw. Zöllner und Prostituierte kommen eher in das Reich Gottes [Mt 21,31b].. Jepa, Gott sucht Nutten äh Prostituierte! Nicht aus sexuellen gelüsten - ist das schon Balsphemie? - sonderen aus reiner, bedingungsloser, selbstloser Liebe zu seinen Geschöpfen: Zöllner, Prostituierte, Schaf!
Aber auch ich bin Prostituierter, zwar nicht auf den Straßenstrich, jedoch auf der Meile dieser Welt, tänzelnd und sich dabei mit eingebildeter Menschenkenntnis und neuer Hose zur schau stellen. (=lat.:prostituere)
Gott hat Heimweh nach einer Nutte wie mir!
Wär das T-Shirt fair gehandelt und etwas billiger, ich würde es kaufen.